LÖBLICHE SINGERGESELLSCHAFT
VON 1501
PFORZHEIM


Die traditionelle heimatkundliche Frühjahrswanderung der Löblichen Singer unter der Führung von
Camilla Glatz und Wolfram Kienzle brachte 30 Teilnehmer zur Eppinger Linie.



Bericht über die:

Frühjahrswanderung 2011
der
Löblichen Singergesellschaft
"entlang und auf der Eppinger Linie"

Sonntag, 27.03.2011

mit Camilla Glatz und Wolfram Kienzle

 

Bericht

Bei immer besser werdendem Wanderwetter begann, nach der Anfahrt mit Zug und Bus, die
Wanderstrecke in Diefenbach.


Hier steht eine Dorfkirche des württembergischen Hofbaumeisters Schickhardt, der z.B.
den Marktplatz von Freudenstadt gestaltet hat.


Bei Diefenbach war auch die erste Begegnung mit dieser Verteidigungslinie aus der Zeit des pfälzischen Erbfolgekrieges. Die großpolitische Lage des 17. Jahrhunderts – Frankreichs Erbansprüche an die
Kurpfalz, wobei im Hintergrund der Wille zur Machterweiterung stand – wurde aufgezeigt.
Sichtbar ist hier die Anlage mit Verhack, Graben und Wall.





Kurz darauf waren etliche Höhenmeter beim Anstieg auf den Scheuelberg, an dessen Fuß ein von Zisterziensern gegründeter Hof steht, zu bewältigen. Oben erfuhr man etwas über die Gesteinsformation
des Keupers. Zur Winter-und Frühlingszeit hat man von hier einen weiten Ausblick. Allerdings lag der Morgendunst noch ziemlich dicht über dem weiten Land.

Von dort aus ging’s weiter nach Maulbronn, wo zur Rast angesichts des Klosters die ersten wärmenden Sonnenstrahlen kamen.



Bald erreichten die Wanderer wieder die Eppinger Linie, die diesen Namen erhielt, weil Eppingen die
Zentrale der Reichstruppen war. Der Ablauf dieses Krieges und der Zwang für den Schwäbischen Kreis,
sich verteidigen zu müssen, verdeutlichten die Situation. An dieser Stelle stehen auch zusätzlich zu Graben
und Wall die Palisaden, die weiteres Eindringen erschweren sollten.





Das nächste große Ziel war – nach dem Weg direkt auf der Linie – die große Sternschanze am Sauberg oberhalb von Ötisheim, die Platz für ständige Besatzungen bot. Nahe dabei steht eine Chartaque, ein Wachtturm, wobei der Name nicht französischer Herkunft ist, sondern aus Ungarn vom „Türkenlouis“ eingeführt wurde. Von hier aus konnte man wiederum einen herrlichen Ausblick nach Westen und Süden genießen. Mühlacker wurde sichtbar und damit auch der Endpunkt der Wanderung.



In “ Langenstein’s Restaurant“ ließen die Teilnehmer den sehr schönen und interessanten Wandertag ausklingen, bevor die Heimfahrt mit dem Zug angetreten wurde.



Bericht: Camilla Glatz
Fotos: Eckhard Becker

Nach oben

Die Wanderführer:
Camilla Glatz
und
Wolfram Kienzle




 

 




Copyright bei CKK Pforzheim, Stand 06.01.2015